6. Maintal Bike Marathon in Güntersleben - MTB (Samstag, 03. Oktober 2015)

EXPRESSO-Cycleholics.de bringen auch mit dem MTB rosa auf's Treppchen - Andy mausert sich zum Podiumsaspiranten! 

Am 3. Oktober war es nun also soweit, das letzte Rennen einer langen Saison stand auf demTerminplan. Angefangen hatte sie ganz gut mit erfreulichen Ergebnissen in Burggen/Allgäu im April und am Hockenheimring im Mai! Dann folgte ein Zwischentief mit Bombenterror in Frankfurt/Main und einem Leistungseinbruch wegen mangelnder Regeneration in Nürnberg, wo ich mich aber zumindest noch tapfer ins Ziel kämpfen konnte. Dann kam endlich das erste MTB-Rennen, der Franken-Bike-Marathon in Trieb! Hier stimmte die Form wieder und es war ein actionreicher Marathon mit einer fordernden Strecke und perfekter Organisation!!! Im Juli erwischte mich leider eine fiese Sommergrippe und zwang mich, gleich drei geplante Rennen zu canceln!

Nach meinem harten „Höhentrainingslager“(ich nenne es lieber Urlaub) im Alpbachtal/Tirol war ich dann aber wieder fit zurück im Sattel und konnte drei starke Vollgas-Rennen in Dresden, Torgau an der Elbe und beim Bikemarathon in Schneckenlohe abliefern! Die Kraft war da und die Ausdauer stimmte eh! Beste Voraussetzungen für einen kurzen aber harten Marathon im schönen Maintal hinter Würzburg!

Als ich am Rennmorgen um 6 Uhr aufstand spürte ich leider leichte Erkältungssymptome! Mir war kalt, draußen hatte es 5°C und meine Nase war zu! Da ich aber heiß auf ein schönes Saisonfinale war, beschloss ich, dass es am besten sei, den leicht angeschlagenen Körper noch einmal ordentlich durchzuglühen!

Gesagt, getan! Fahrt nach Güntersleben, angemeldet für unser EXPRESSO-Cycleholics.de -Team, erst mal paar Tassen heißen Kaffee getrunken. Mir war immer noch kalt!! 45 Minuten vor dem Start musste ich dann halt doch bei 8°C in die dünne Rennpelle schlüpfen!  

Nach einer (viel zu) kurzen Warmrollphase stand ich dann, immer noch zitternd,etwa in der vierten Reihe der Startaufstellung. AC/DC hämmerte aus den Boxen, Countdown, Startschuss! Wir sollten hinter einem Feuerwehrauto durch den Ort rollen, um dann voll durchzustarten. Doch der Fahrer des Führungsfahrzeugs war wohl genauso adrenalingepushed wie die Racer hinter ihm! Mein Ruhepuls schoss in Sekundenschnelle auf 180 und bereits nach 20 Sekunden war mir warm!!!  

EinigeTopfahrer rasten vorne weg, aber ich konnte mich dahinter in einer guten Gruppe einsortieren! Ich merkte schnell, dass meine Mitstreiter auf ihren Luxusbolidenzwar fast vor Kraft platzten, aber mit ihrem Gewicht und mangelnder Fahrtechnik zu kämpfen hatten! Ich musste also versuchen, auf schnellen Flachpassagen nicht den Anschluss zu verlieren! Zwar schaffte ich es nicht, deren Hinterräder zu halten, aber zumindest verlor ich sie nie aus den Augen! Und ich wusste ja, der nächste technische Singletrail oder eine steile Rampe kommen bestimmt und so konnte ich immer wieder heran fahren! Irgendwann mussten die filigranen Carbonlaufräder meines härtesten Gegners seinen knapp zwei Zentnern Tribut zollen und eine gerissene Speiche zwang ihn, vorsichtiger zu Werke zu gehen! So konnte ich an ihm vorbei ziehen und schaffte es wenig später sogar, noch zwei andere Ausreißer an einer längeren Steigung zu überholen! Jetzt hieß es nur noch, bis zur nächsten Trailpassage vor ihnen zu bleiben! Mittlerweile war sogar meine Nase frei und ich konnte meinen Puls auch wieder auf gewohnte Höhentreiben! Was dann folgte, war eine mehrere Kilometer lange Singletrail-Orgie!!! Die technischen Trails waren eng und verwinkelt! – Fahrtechnik und Ausdauer statt Maximalkraft! Hier konnte ich meine Stärken und die von meinem EXPRESSO Vinci29-1.0 voll ausspielen und den Grundstein für ein gutes Endergebnis legen!!!  

Nach und nach lief ich auf immer mehr Kurzstrecken-Einsteiger auf, die mich aber alle fair passieren ließen (gar nicht leicht auf den schmalen Wegen!)! Während andere Fahrer auf den Trails selbst mit ihren Hightech-Fullys Probleme hatten, bügelte ich mit meinem wieselflinken Hardtail mit mageren 1,3bar Reifendruck wie im Tiefflug über alle großen und kleinen Hindernisse!  Hinter mir war kein Verfolger mehr in Sicht, ich hatte sie alle abgeschüttelt! Nach vorne war auch nichts mehr gut zumachen, so konnte ich die letzten Rennkilometer inklusive Funpark (natürlich von unten nach oben zu fahren!) relativ gut genießen, obwohl ich natürlich immer noch am Anschlag fuhr!

Im Ziel war ich mit meiner Leistung zufrieden: Ich konnte nicht mehr stehen, also hatte ich alles gegeben! Dass ich gut unterwegs war, hatte ich auch im Gefühl, aber erst der Blick auf die ausgehängten Ergebnislisten zeigte mir, wie stark ich an diesem Tag wirklich war: 14. Platz in der Gesamtwertung (von 110 Startern) und sagenhafter 2.Platz in meiner Altersklasse!!! Das war endlich mal wieder ein Ergebnis, das mir zeigte, dass ich in der vergangenen Saison vieles richtig gemacht haben muss!! Und vor allem war es ein wunderschöner und gelungener Saisonabschluss!!!

Nächstes Jahr stehe ich im wunderschönen Maintal auf jeden Fall wieder am Start!!!

Keep on rockin‘!!!

Ein Bericht von Andy Waigand 

5. Heideradcup in Torgau (Sachsen) - Straßenrennen (Sonntag, 13. September 2015)

EXPRESSO-Cycleholics.de färben das Podium rosa, oder ein Bart für den Erfolg!

Beim 5. Heideradcup Straßenrennen, welches am vergangenenSonntag, den 13. September 2015, bei bestem Radsportwetter, zum ersten mal inTorgau/Sachsen ausgetragen wurde, konnten wir den größten Erfolg unserer bisher 10-jährigen Team-Geschichte feiern

Wir waren geschlossen auf der Kurzdistanz von rund 45km gemeldet, wobei der Streckencharakter durchaus anspruchsvoll ist und rund 300 Höhemeter, die sich auf die ersten 25km verteilen, zu bewältigen sind.

Aber der Kurs liegt uns und ist auch für kräftigere Fahrer, wie wir einige im Team haben, gut zu bewältigen.

Wir hatten gleich mehrere Fahrer die aufs Siegerpodestfahren können am Start!

Dieses Podium wollten wir, am Sonntag in Torgau, mit einem Sieg in der Mannschaftswertung, rosa färben!

Meine Mannschaft hat mich dazu überredet dass ich meinen Bart abrasieren lasse, wenn wir die Teamwertung gewinnen!

Nach dem Startschuß dauerte es nicht lange und es blieben,trotz zunächst mäßigem Tempo, von den ca. 100 Startern nur noch ca. 30 im Hauptfeld übrig.

Wir waren mit Andy Jakesch, Andreas Waigand, Henri Leuschner, Heiko Löb, Martin Troidl sowie Stefan Heller, lange Zeit sehr stark in derSpitzengruppe vertreten. Hier war schon abzusehen, dass bezüglich der Teamwertung kein Weg an den EXPRESSO-Cycleholics vorbeiführte.

Bis Kilometer 25 hieß es bei ein paar Rampen durchzuhalten um nicht aus der Spitzengruppe herauszufallen!

Es folgten noch einzelne Attacken aus denen bis zum Schluss keine Fluchtgruppe resultierte und somit ging es im geschlossenen Feld Richtung Zielsprint an dem die EXPRESSO-Cycleholics noch mit sage und schreibe 4 Fahrern beteiligt waren.

Bei der, durch eine Baustellenumfahrung, etwas verwinkelten Zieleinfahrt hatten unsere Sprinter alle große Probleme, ich konnte einen Sturz in der letzten 90 Grad Kurve, bedrängt durch einen anderen Fahrer,  nur noch durch ein extremes Bremsmanöver vermeiden und das unmittelbar vor der Zielgerade, da wäre mehr drin gewesen!

Das Ergebnis kann sich trotzdem mehr als sehen lassen: 7.Platz gesamt für Heiko Löb (u. 2. Altersklasse Masters2) – 10. Andy Jakesch,12. Henri Leuschner und 14. Stefan Heller.

Andy Waigand und Martin Troidl konnten die Spitzengruppe leider nicht ganz bis zum Schluß halten, erreichten mit Platz 32 u. 33 aber auch ein tolles Ergebnis.

Und dann verkündete das stimmungsvolle Moderatorenteam schon die Zielankunft der ersten Frau. Niemand geringeres als Monique Löb, die egal wo sie startet, fast immer aufs Podium fährt, holte sich den Gesamtsieg in der Damenwertung und somit auch in ihrer Altersklasse Damen-Masters 1. Dies gelang unter anderem mit Unterstützung von Teamkollegen Andreas Spruch, der hervorragende Helferdienste leistete, selbst noch 37. wurde und in seiner Alterklasse (Masters 3), mit dem 4. Platz, das Podium nur knapp verfehlte. Seine Frau Anna-Maria Spruch beschwerte sich zwar im nach-hinein, „Mir hast Du nicht geholfen“, war aber mit ihrem Rennen auch sehr zufrieden und belegte letztendlich auch einen hervorragenden 3. Platz in der Damenwertung Masters 3 und wurde in der Damenwertung gesamt immerhin 10.

Rainer Sommer, das Superschwergewicht des Teams, fuhr auf ankommen und konnte beim erreichen seines Zieles sogar noch einige Mitstreiterhinter sich lassen.

Während das Straßenrennen der Junioren und Erwachsenen im vollen Gange war, trat auch der jüngste Radsportler unseres Teams in Aktion.

Beim „Kids Cup“ Kinderrennen fuhr Luca Löb (5), mit seinem unorthodoxen Fahrstil – indem er fast immer im Wiegetritt fährt, einen überlegenen Sieg in seiner Altersklasse ein und wiederholte damit seinen Erfolg vom Vorjahr.

Nun haben wir es nach 2014 zum zweiten mal geschafft, bei dieser nahezu perfekt organisierten und für jeden Radsportler empfehlenswerten Veranstaltung, die Teamwertung zu gewinnen und ich muss mein Versprechen einlösen!

In diesem Jahr waren wir sogar so stark dass wir, nach den Wertungskriterien des German Cycling Cup wo die ersten 4 eines Teams als Team1 und die zweiten 4 der Einzelwertung als Team2 gewertet werden, in der Teamwertung nicht nur den 1. sondern auch noch den 3. Platz belegt hätten!

Nach der Siegerehrung, bei der die ganze Mannschaft EXPRESSO-Cycleholics.de auf der Bühne war und das Podium, wie angekündigt, rosa gefärbt hat, trat meine Frau Monique höchstpersönlich in Aktion und rasierte auf der Bühne, im wahrsten Sinne des Wortes „vor versammelter Mannschaft“ meinen Bart ab.

Diese Aktion war eine echte Gaudi und Bereicherung für die ganze Veranstaltung, sowie der Heideradcup 2015 in allen Belangen eine tolle Werbung für den Radsport war!

Wir hatten auf jeden Fall alle einen riesen Spaß und konnten gut gelaunt die Heimreise antreten!

Ich denke auch dass unser Auftritt bei diesem Event, nicht nur der überragenden Ergebnisse wegen, sondern auch wie wir uns auf und neben der Rennstrecke präsentiert haben, wieder eine tolle Werbung für unser Rad-Sport-Team EXPRESSO-Cycleholics.de war!

 

Ein Bericht von Heiko Löb

  

20. Vattenfall Cyclassics in Hamburg - Straßenrennen (Sonntag. 23. August 2015)

Mit wieder einmal ansteigender Formkurve in der zweiten Saisonhälfte, wollte ich das gute Ergebnis beim Velorace in Dresden deutlich steigern!

Ausgerechnet die Jubiläumsausgabe, nämlich die 20.Vattenfall Cyclassics in Hamburg wollte ich gewinnen, somit endlich meinen lang ersehnten 1. Sieg einfahren und mich endlich als Top-Jedermann- Sprinter beweisen!

Wegen Zeitmangel konnte ich mich zwar, wie immer, trainingstechnisch nicht optimal vorbereiten und war auch nicht in Bestform. Meine Form war aber dennoch so gut, dass ich mir trotzdem Siegchancen ausrechnete, da ich in den vergangenen Jahren schon in schlechterer Verfassung mit der Spitzengruppe auf die Zielgerade gekommen bin.

Außerdem hatte ich noch andere Argumente, die für mich sprachen, um mich selbst zu motivieren, wenn ich schon nicht in Topform antreten konnte:

  1. Monique, meine Frau, die selbst schon mehrmals absolute Spitzenergebnisse in Hamburg einfuhr und diesmal zurücksteckte um mir schon im Vorfeld den Rücken freizuhalten! Die mich entspannt nach Hamburg chauffierte und mich rundum hervorragend betreut hat!
  2. Gute Streckenkenntnisse!
  3. Eine optimale letzte Trainingseinheit! Schließlich endete eine solche, im Jahr 2013, als ich mich in absoluter Topform befand mit einem schweren Sturz und im Krankenhaus, so dass ich überhaupt nicht starten konnte und meine Saison beendet war!
  4. Etwas mehr Ruhe, als sonst, an den Tagen vor dem Rennen!
  5. Einen Siegreichen Plan! So bin ich mit Monique, am Samstag-Abend vor dem Rennen, die letzten zwei Kilometer vor dem Ziel in beide Richtungen abgelaufen und habe mir den Zustand des Asphaltes, sowie jede Kurve und jede Engstelle angeschaut und eingeprägt. Ich kenne jetzt praktisch jedes Schlagloch und jeden Gullydeckel auf den letzten 2 km bis zum Ziel persönlich! So wollte ich mit der perfektenTaktik vermeiden, dass ich wie bei meinen beiden letzten Starts, entweder mit 60 Leuten gleichzeitig auf die Zielgerade komme und aus Platzmangel nicht einmal einen Zielsprint fahren kann sondern mit gezogener Bremse über den Zielstrich rolle oder während ich mich auf den Zielsprint vorbereite nach dem bereits die 1000m Marke passiert wurde, mich ein Massensturz von den vordersten Reihen trennt obwohl ich glücklicherweise nicht selbst an diesem beteiligt war.

Am Renntag liefen dann alle Vorbereitungen, dank Monique, nach Plan! Ich fühlte mich gut und saß ca. 60 Minuten vor dem Start, bei bestem Radsportwetter an einem Parkplatz unweit des Hamburger Hauptbahnhofes, auf meinerTrainingsrolle (genauer, auf meiner Rennmaschine welche ich in dieTrainingsrolle installiert hatte) um mich warm zu fahren und nahm dort gerne und gut gelaunt die vielen Glückwünsche der Passanten, sowie den wertvollen Hinweis "Du fährst auf der Stelle" entgegen bevor ich mich um kurz nach 7.00 Uhr in den mir zugeteilten Startblock A begab. Aus dem Startblock heraus habe ich mir dann noch das Küsschen von meiner Betreuerin geholt, welches hoffentlich nicht auf der Dopingliste steht, obwohl dessen Wirkung die Vermutung zulässt! ;)

Um 7.30 Uhr dann der Startschuss für die gut 6500 Teilnehmer des 55km Rennens, ins zweite Pedal einklicken und los! Sofort möglichst weit, aber auch nicht zu weit nach vorne arbeiten, schließlich wollte ich mich zwar in der Spitzengruppe einsortieren - dort aber möglichst unauffällig bleiben.

Das erste Manöver gelang und ich war in einer noch relativ großen Spitzengruppe, mit ca. 70-100 Leuten, gespickt mit vielen Sieg-und Spitzenfahrern der vergangenen Jahre, sowie deren starken Teams, als "Einzelkämpfer" gut dabei. So ging es zunächst noch relativ gemächlich ( Ø ca. 40 km/h ). Bei ca. km 10 dann die erste härtere Tempoverschärfung aus einer Kurve heraus und schon war die Gruppe um ca. 20 Leute reduziert. Durch meine ökonomische Fahrweise konnte ich relativ ausgeruht die 20 km Marke passieren und mußte erst danach etwas öfter etwas mehr Kraft aufwenden, um auch nach weiteren Tempoverschärfungen, aufgrund von Ausreisversuchen, in der Spitzengruppe zu verweilen.

Das Tempo wurde immer höher und schon jetzt war mir klar, dass es in diesem Jahr eines der schnelleren, vielleicht sogar das schnellste Vattenfall Cyclassics Radrennen wird. So ging es dann auch, ca. 19km vor dem Ziel, mit Hochgeschwindigkeit in den Kösterberg. An dieser Stelle wird das Fahrerfeld immer noch einmal kräftig aussortiert und auch mich hatte es in der Vergangenheit schon mehrfach erwischt!

Aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeit war es für mich, als Schwergewicht und Sprinter extrem hart an diesem Anstieg die Gruppe zu halten, "Du mußt es unbedingt schaffen, sonst war alles bis hierher umsonst und Du willst doch schließlich gewinnen" sagte ich zu mir selbst, während ich über die Grenze meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gehen mußte um den Anschluß nicht zu verlieren!

Am Kösterberg mußten sich viele aus der Spitzengruppe verabschieden und ich war noch dabei!

Jetzt galt es sich möglichst gut zu erholen um möglichst kraftstrotzend in die Hamburger City zurückzukommen und dort meinen Plan umzusetzen.

Das Tempo wurde weiter sehr hoch gehalten und, zurück in der Innenstadt, weiter verschärft. Ich war noch zu erschöpft um mich schon jetzt weiter nach vorne zu orientieren, während die Positionskämpfe schon begonnen hatten.

An der 2 km Marke wollte ich mich ganz nach vorne arbeiten, so mein Plan, und ich hatte mich inzwischen auch wieder so gut erholt, dass ich die Kraft dazu hatte, aber leider fehlte es an Platz da die Straße zu schmal oder die Gruppe noch zu groß war.

Trotzdem konnte ich, indem ich vor mir entstehende Lücken zufuhr, noch einige Positionen gut machen, während die Spitzengruppe mit einem Höllentempo, durch die Straßen Richtung Ziel schoss.

Dann die 400 Meter Marke, 300 Meter, schon jetzt war ich mir sicher mein bisher bestes Ergebnis in Hamburg zu erreichen, selbst wenn ich nicht gewinne!

250 Meter, ich wartete und hoffte auf den Moment eine Lücke zu finden, hochzuschalten, aus dem Sattel zu gehen um mit aller Kraft die in mir steckt in das Duell der Sprinter einzusteigen und mit einem "Tigersprung" als erster über die Ziellinie zu fahren..........200Meter, 150 Meter, 100 Meter..... 50 Meter, die Lücke kam nicht, ganz vorne wurde schon gesprintet und ich mußte auf dem Sattel sitzend ohne noch einmal antreten zu können über den Zielstrich rollen. Maximal Leistung 1060 Watt, zeigt mein Radcomputer, die hatte ich irgendwo auf der Strecke beim herausbeschleunigen aus einer Kurve getreten und hatte mich darauf gefreut bei einem ordentlichen Zielsprint mehrere 100 Watt draufzupacken - schade!

Im Nachhinein hat meine Taktik leider auf den letzten 5 km nicht mehr ganz zum Rennverlauf gepaßt, denn als ich ganz nach vorne wollte war es bereits zu spät.

Ich erkenne neidlos an, dass hier die ganz vorne Platzierten zu Recht ganz vorne sind, weil sie sich einfach früher dorthin getraut haben! Dem Sieger Robert Scholz, den ich am Kösterberg noch hinter mir lassen konnte, der sich aber fulminant wieder herangekämpft und dann zum richtigen Zeitpunkt nach vorne gearbeitet hat, gratuliere ich gerne zu dem tollen Sieg! Ebenso gratuliere ich allen anderen fairen Teilnehmern zu Ihren jeweiligen Leistungen, ganz besonders meinen beiden Teampartnern Anna-Maria Spruch, die sich ein weiteres Mal extrem gesteigert hat und in Hamburg das bisher schnellste Rennen Ihres Lebens gefahren ist, und Andreas Spruch, der trotz Verletzung die 100 km Strecke in Angriff genommen und sogar eine Verbesserung zum Vorjahr erzielt hat!

Gefreut habe ich mich auch, dass ich meinen Radsportfreund Holger Bock, dem ich auch an dieser Stelle noch einmal zu seiner Spitzenleistung im 100 km Rennen gratuliere und seine Frau Karina in Hamburg wieder einmal getroffen habe - so klein ist die Welt!

Mein Fazit: Wieder viel Spaß gehabt und Sturzfrei, was auch nicht selbstverständlich ist, ins Ziel gekommen! Tolle Stimmung sowohl auf als auch neben der Strecke! Nach 2010 u. 2011 das drittschnellste 55km Rennen im Rahmen der Vattenfall Cyclassic! So stark wie noch nie, in Hamburg, gefahren! Taktisch leider nicht ganz richtig gelegen und trotzdem fast bis zum Schluß um den Sieg mitgefahren! Obwohl ich nicht sprinten durfte, was für mich als Sprinter besonders schade ist, mein bestes Ergebnis bei den Vattenfall Cyclassics eingefahren und die tolle Betreuung von Monique genossen habe, die hier ein echtes Opfer gebracht hat und die Rollen als Betreuerin anstrengender fand als selbst das Radrennen zu fahren!

Siegerzeit: 01:20:05

 

Ein Bericht von Heiko Löb

3. Velorace Dresden - Straßenrennen (Sonntag. 09. August 2015)

Nach vielen Aktivitäten 2015, kam beim Skoda Velorace in Dresden, am Sonntag, 09.08.2015, endlich wieder einmal (fast) das gesamte EXPRESSO-Cycleholics Jedermann-Team zusammen.  

In den Ergebnisslisten immer gut dabei, optisch unschlagbar, EXPRESSO-Cycleholics

Morgens um 8:50Uhr, vor historischer Kulisse, fiel der Startschuss. Ich fühlte mich morgens (wohl wegen der seit Tagen anhaltenden Sommerhitze) zwar nicht so ganz wohl, konnte aber nach der Hälfte der ersten Runde meinen Rhythmus in einer Gruppe finden und den vielen Tempowechseln standhalten.   

Beim Teamtreffen, nach der erfrischenden Dusche, gab's wichtiges zu besprechen und die wohlverdiente Stärkung - nicht nur für uns....

Der Rundkurs ging 3 mal um die Dresdner Altstadt über die Waldschlösschenbrücke und durch den anschließenden Tunnel. Nach dem Tunnel eine 180Grad Wende und wieder zurück  durch den Tunnel und über die Waldschlösschenbrücke dann schließlich entlang am  Elbe-Ufer zurück zu Start/Ziel. Letztlich konnte das EXPRESSO-Cycleholics Team, in Anbetracht des extrem hohen Leistungsniveaus der gemeldeten Teams, einen beachtlichen 14. Platz in der Team-Wertung, von 44 Teams, belegen. Durch den Ausfall eines Fahrers konnte unser 2. Team leider nicht gewertet werden.  

....sondern auch für unsere Mannschaftskasse, das rosa Sparschwein!

 

 

Insgesamt eine tolle Veranstaltung, vor Traumkulisse, bei tollem Hochsommerwetter - für uns ein gutes Mannschaftsergebnis aus starken Einzelleistungen und sogar wieder einer Podiumsplatzierung!

Ein Bericht von Martin Troidl mit Fotos von Stefan Heller 

10. Engadin Radmarathon (Sonntag. 12. Juli 2015)

Bei sommerlichen Temperaturen fand in Zernez (Schweiz) die10. Auflage des Engadin Radmarathons statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich mich dieses Jahr für die lange Runde (211km/3825hm) entschieden. Bei noch frischen 8 Grad ging es morgens um 7:00 Uhr los.

Von Zernez ging es dann erst mal ca. 6,5km/ca. 380hm hinauf zum "Ova Spin" 1850m ü. NN und anschließend über eine kurze Abfahrtzum "Munt-La-Schera-Tunnel". Dieser mautpflichtige 3,3km einspurigeTunnel ist normalerweise für Radfahrer gesperrt und nur bei dieser Veranstaltung für die Tunneldurchfahrt der Radfahrer, für den öffentlichenVerkehr gesperrt.

Nach dem Tunnel (Grenze zu Italien/Livigno ist zollfreies Gebiet) ging es flach bis zum Ortsende von Livigno mit "highspeed" (35-45km/h) weiter. Hier beginnt der ca. 12km/500hm lange Anstieg zur Forcola de Livigno (2315m ü. NN). Nach einer kurzen (3km-4km) Abfahrt und der Grenze zurück in die Schweiz kommt dann schon der nächste Anstieg zum Berninapass 2330m ü. NN). Dieser ca. 4km lange Anstieg hat es dann mit ca. 8 % - 10 % Steigung in sich. Oben am Hospiz angekommen ist die 1.Verpflegungsstelle (von 5) zum Trinkwasser auffüllen und kl. Häppchen zur Stärkung. Anschließend gibt es eine 47,5km lange temporeiche Abfahrt (von 2330m ü. NN auf 1475m ü. NN) zurück nach Zernez.

In Zernez angekommen hat man nun die Möglichkeit sich zu entscheiden ob die kleine Runde (97km/1325hm) genug ist oder ob man sich der Herausforderung der großen Runde stellen will. Nach ca. 3:20h war ich zurück in Zernez, bei der 2. Verpflegung angekommen. Dann ging es 6km flach nach Susch weiter und dort begann der nächste Anstieg zum Fluelapass (ca. 13km/950hm). In 1:17 h war dieser Pass bezwungen und die Beine wurden bei diesem Anstieg schon merklich schwerer.

Auf dem Fluela angekommen kam die 3. Verpflegungsstelle und anschließend eine herrliche ca. 44km lange Abfahrt über Davos mit einem kleinen Gegenanstieg bis Bad Alveneu. Hier war der tiefste Punkt des Marathons bei ca.1000m ü. NN und der 4. Verpflegungsstelle erreicht. Von hier ging es dann rund 25km/1300hm bergauf zum Albulapass (2305m ü. NN). Die Sommertemperaturen (Tal ca.30 Grad/Berg ca. 15 Grad) machten denn Anstieg nicht leicht und ich konnte diesen Pass in 2:04h bezwingen. Oben dann die letzte Verpflegung und ca. 30km und 830hm bergab zurück nach Zernez in 0:41h

Ein schöner und im Vergleich zu anderen Alpenradmarathons nicht allzu schwerer Radmarathon, den Jeder-mann/frau bezwingen kann. Vor allem da es die Möglichkeit hat wenn Mann oder Frau sich nicht so fit fühlt nach der 1. Runde aufzuhören.

Mit einer Gesamtzeit von 9:12:48h wurde ich 442. von 636 Radfahrern und 164. von 230 in der Altersklassenwertung. Meine Nettofahrzeit betrug dabei 8:46:10h.

Ein Bericht von Martin Troidl 

Heavy24 in Chemnitz (Samstag, 20. Juni 2015 bis Sonntag, 21. Juni 2015)

Schee wars.

Die verschiedenen Wetterportale wollten für das Heavy-Wochenende keine guten Prognosen erstellen, es wurde von Tag zu Tagschlechteres Wetter gemeldet und das bestätigte sich dann auch am Samstag, den 20.06.2015.

Letztes Jahr durfte ich bei diesem tollen Event schon mit dabei sein und  für das Chemnitzer Kuota-Team als Gastfahrer starten. Dieses Jahr sollte der Start  im 8er Mix-Team erfolgen.  

Die Erwartungen waren hoch und das Wetter, naja typisches MTB-Wetter.  

Mit der Überquerung des Parkplatzes und Fahrt zum Fahrerlager musste die erste Hürde genommen werden, aufgeweichter Boden,durchdrehende Reifen machten eine Fahrt für einige fast unmöglich. Da ich als erste vor Ort war konnte ich mir schon mal einen ersten Überblick verschaffen und dachte mir – wie wird die Strecke wohl aussehen.

Als sich alle Fahrer im Fahrerlager eingefunden hatten gab es eine kurze Einweisung und die Strategien für beide Teams wurden festgelegt. Danach fuhren wir alle zusammen auf die Strecke ( ca. 9km ) und es bestätigte sich die Vermutung, dass es eine Schlammschlacht werden würde. Genau mein Fall! In den Drückerpassagen bin ich nicht so schnell, aber die Abfahrten und Singletrails würden mir bei den Verhältnissen liegen.

Alle fieberten dem Start entgegen und dann war es so weit, der erste Fahrer war auf der Strecke und wir warteten auf unsere Einsätze. Runde um Runde wurde gefahren und wir sahen aus wie die Schw…; Schlammpackung extra und kostenlos.         Der Kosmetikbesuch hatte sich hiermit erledigt ;-)

Die Strecke war extrem schlammig und schwer fahrbar, der "Pferdeweg" wurde zum Balanceakt und der "Kaugummiberg" zog sich noch mehr in die Länge und war teilweise unfahrbar, die Singletrails liessen sich trotz der Bedingungen gut fahren.

Nach jedem Einsatz wurden die Räder vom Schlamm befreit und die Ketten und Schalteinheiten auf Vordermann gebracht. Nachts wurde das Team umgestellt, da zwei Fahrer nicht fahren konnten, es wurde sehr taktiert, da wir zwischenzeitlich auf dem dritten Platz lagen und diesen natürlich halten wollten, aber nachts nahmen andere Teams ihre Frauen raus und wir fuhren weiter und somit langsamere Rundenzeiten und rutschten auf Platz 4 ab. Gegen 8 Uhr erfolgte  dann noch einmal eine Umstellung, ich brauchte eine längere Pause um mich etwas auszuruhen, da ich nachts nicht geschlafen hatte. Unsere drei stärksten Männer versuchten nochmal einen Angriff auf den dritten Platz, aber uns fehlte am Schluß eine gute Runde.

Mit meinen Rundenzeiten bin ich für diese Verhältnisse sehr zufrieden gewesen, mein Durchschnittspuls lag bei den meisten Runden bei 185 Schlägen und Maximal bei 191 Schlägen. Ein Teamfahrer sagte – da geht doch noch was.

Es hat viel Spaß gemacht, trotz des schlechten Wetters, da wir uns alle gut verstanden und uns fürs Team eingesetzt haben. Das wichtigste war aber, dass wir trotz des Wetters immer was zum lachen hatten.

Jeder MTB-Fahrer sollte diesen Event einmal miterlebt haben.

Ein Bericht von Monique Löb 

Franken-Bike-Marathon in Trieb (Sonntag, 21. Juni 2015)

Trieb war ein super Rennen und ich bin mit dem Ergebnis (Platz 44 gesamt u. Platz 12 AK) sehr zufrieden!! Natürlich hat es, als ich mich in die Startaufstellung eingereiht hatte, angefangen zu nieseln und der leichte Regen hat mich auch die meiste Zeit durch das Rennen begleitet! Allerdings waren die Tropfen so fein, dass weder ich noch die Strecke wirklich nass wurden!! Bei 18°C war das ganz gut zu ertragen! Viel mehr hat mich erstaunt, dass der Waldboden offenbar den Regen des Vortages komplett geschluckt hat! Die Strecke war staubtrocken!!! Und das war gut so, denn Trieb ist bekannt für seinen geringen Anteil an Schotterautobahnen und ist gespickt mit hammerharten Wurzeltrails und unfassbar steilen Up- und Downhills, die bei Nässe quasi unfahrbar wären!!  

Eine Abfahrt ist tatsächlich so steil, dass es kein Zurück mehr gibt, wenn man sich entschieden hat, hinein zu fahren! "Absteigen" wäre dann nur noch über den Lenker möglich! Selbst bei trockenem Boden surft man mit zeitweise blockierten Rädern zwischen eng stehenden Bäumen hindurch und über Wurzelstufen!! Die Strecke verlangt wirklich einiges in Sachen Fahrtechnik und Material, aber da bin ich ja zum Glück in jeder Hinsicht gut ausgerüstet!!! Ich weiß gar nicht, wie viele Biker ich mit platten Reifen, gerissenen Ketten, verbogenen Laufrädern und Lenkern gesehen habe, die teilweise heftig blutend den Rückmarsch zum Ziel angetreten haben!! Alles in allem also ein echtes MTB-Rennen in wunderschöner Landschaft, super organisiert und mit perfekt ausgeschilderter Strecke!  

 Viele Zuschauer säumten den Wegrand und über uns Akteuren kreisten eine Kameradrohne und ein Hubschrauber (!!!), um spektakuläre Foto- und Filmaufnahmen zu machen!! Nicht zu vergessen seien die "Sportografen", die sich immer an den spektakulärsten Spots des Rennens positionierten um ihre genialen Bilder zu schießen!

 Meine Form war trotz einer anstrengenden Woche überraschend gut und vor allem in meinen Beinen steckte richtig Power!! Ich konnte viele Schotteranstiege und Singletrails auf dem großen Blatt hochdrücken und so sicherstellen, dass ich nicht von hinten überrollt wurde! Um mich herum scharten sich fast während des ganzen Rennens die gleichen drei Fahrer und so trieben wir uns gegenseitig voreinander her! So konnte ich auf dieser harten Strecke meinen Schnitt auf über 20km/h pushen, bei einem Durchschnittspuls von 172!!! Ist also echt gut gelaufen und ich hatte trotz der Wahnsinnsquälerei einen Höllenspaß!! -  

Der Franken-Bikemarathon in Trieb ist ein echtes Muss für ambitionierte Racer!!!
2016 stehe ich sicher wieder am Start!!! ;-)

Ein Bericht von Andy Waigand

Circuit Cycling Hockenheimring (Sonntag, 10. Mai 2015)  

Endlich war es soweit, „Circiut Cycling Hockenheim“ das angeblich schnellste Radrennen der kompletten German Cycling Cup Rennserie! Nach der Absage von Frankfurt das nächste Rennen bei dem wir uns berechtigte Chancen auf gute Platzierungen in den Einzel- wie auch in der Mannschaftswertung ausrechneten! Auf der 60km Distanz waren für unser EXPRESSO-Cycleholics Team 7 Fahrer/innen am Start, wohlgemerkt am Start – Aufklärung folgt! Bis auf Martin Troidl, der bei dieser Veranstaltung bereits 2014 dabei war, hatte bisher noch keiner von uns den Hockenheimring unter die Rennräder genommen und ich war gespannt ob „Circuit Cycling Hockenheimring“ tatsächlich das „Velorace Dresden“ als schnellstes Straßenrennen in meinem Erfahrungsschatz ablösen kann!? Bei bestem Radsportwetter – sonnig, fast schon zu warm und leicht windig – waren wir alle guter Dinge und hatten die letzten Vorbereitungen, mit Warmfahren auf der Rolle oder Asphalt etc. gut vollzogen. Nur noch wenige Minuten bis zum Start und wir nahmen unsere Plätze im Startblock ein. Letzte kurze Besprechung: „Nicht vergessen – 13 Runden sind zu absolvieren!“ 

Noch 3 Minuten bis zum Start, plötzlich ein lauter Knall mitten im Startblock, nicht etwa die Bombe von Frankfurt, auch nicht der Startschuss von Hockenheim, sondern der Knall der für mich das Rennen beendet bevor ich es überhaupt aufnehmen konnte! 

Während fast alle Teilnehmer mit schockerstarten Gesichtern den Kopf nach hinten Richtung Hinterrad drehten, bestätigte mir ein Griff an den Hinterreifen dass ich hier wieder nicht starten konnte!  

Zwar wurde mir noch von meinem Teamkameraden Rainer Sommer und dann von Armin Praml, vom befreundeten „Der Freistaat – Soli Dachau“ Radsport-Team, Hilfe angeboten. Aber der Schock und damit verbundene Frust wieder kein Rennen bestreiten zu können saß in dem Moment schon so tief dass ich mich kurzfristig nicht mehr neu motivieren konnte! Außerdem wäre es schade für Rainer gewesen, der mir seine Rennmaschine anbot, damit ich für Ihn starten könnte. Denn so viel vorweg Rainer hat unterm Strich eine starke Leistung abgeliefert! Und um den geplatzten Schlauch zu wechseln wie von Armin angeboten war die Zeit einfach zu kurz, außerdem war ich dafür frustbedingt schon zu sehr durch den Wind!  

Hat der Ausfall von Frankfurt noch alle Teilnehmer betroffen mußte in Hockenheim ich alleine enttäuscht mein Rad aus dem Startblock schieben! Für mich persönlich war es jetzt das 2. Rennen ohne Rennen hintereinander, bei dem ich mir, da mir 1. diese Streckenprofile liegen und 2. ich mich nach guter Vorbereitung in ebenso guter Form fühlte, Chancen auf eine Spitzenplatzierung ausrechnete – das ist für einen Wettkampftypen wie mich echt hart!  

Foto: Markus Steera

Nachdem Armin und ich ein schönes Plätzchen am Streckenrand, nähe Start/Ziel gefunden hatten, entschloss ich mich den eigenen Frust beiseite zu schieben und stattdessen meine Teamfahrer anzufeuern! Die restlichen EXPRESSO-Cycleholics lieferten allesamt eine tolle Leistung ab, als wollten Sie mir meine Rolle als Zwangszuschauer damit etwas angenehmer gestalten. Es hat wirklich Spaß gemacht, mit Andy Waigand, Andreas Spruch und Martin Troidl gleich drei Fahrer in der zweiten Gruppe, nach der Spitzengruppe arbeiten zu sehen! Monique die in diesem Jahr, durch Zeitmangel bedingt, wieder mit viel Trainingsrückstand  in die Rennen geht, hatte leider das Pech oft alleine unterwegs und wenn Sie in einer Gruppe fuhr zu schnell für diese zu sein und deshalb nicht profitieren zu können. Rainer, der sich vor dem Rennen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h als persönliches Ziel gesetzt hatte, mußte die 13 Runden fast komplett alleine, sozusagen als Einzelzeitfahren und somit ohne Windschatten, absolvieren! Umso beeindruckender dass er sein persönliches Ziel dennoch erreicht hat. Ähnlich wie Rainer ging es auch Anna-Maria, die sich aber auch alleine nicht aus der Ruhe bringen ließ und beharrlich Ihre Runden abspulte! Als Belohnung kam in den letzten beiden Runden Ehemann Andreas zu Hilfe, der nachdem er sein Rennen beendet hatte einfach weiterfuhr um seine Frau zu unterstützen indem er ihr Windschatten bot – auch eine schöne Sache! Im Gegensatz zu Martin, der leider beim Rundenzählen durcheinander gekommen ist, deshalb eine Runde zu früh das Rennen beendete und somit ohne Wertung blieb (schade), wurden alle teilnehmenden EXPRESSO-Cycleholics mit guten Ergebnissen für ihre tollen Leistungen belohnt! Anna-Maria Spruch: 3. Platz AK u. Platz 23 Damen Gesamt, Monique Löb: 3. Platz AK u. 9. Platz Damen Gesamt, Andreas Waigand: Platz 28 AK u. Platz 105 Herren Gesamt, Andreas Spruch: Platz 24 AK u. Platz 128 Herren Gesamt, Rainer Sommer: Platz 45 u. Platz 192 Herren Gesamt.

Trotz eines Ausfalls und einer zu frühen Rennbeendigung konnten wir uns als Mannschaft mit dem 9. Platz sogar in der Teamwertung noch beachtlich platzieren!

Ein Bericht von Heiko Löb 

14. Velotour Frankfurt, im Rahmen desRadklassikers „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" (Freitag, 1.Mai 2015)

Wir waren bereit für den Klassiker! Einige sogar bereits mit Rennkilometern in den Beinen, extra gesammelt, nur um in diesem Jahr noch besser in Form zu sein als in den vergangenen Jahren!

Bis auf unseren jüngsten Teamfahrer, war das komplette EXPRESSO-Cycleholics Radsport-Team             (8 Fahrer/innen) für das 70km Rennen gemeldet.

Am Donnerstag-Abend bei der Ausgabestelle der Starterbeutel waren wir noch guter Dinge, erfuhren dort dann aber von der Absage der Veranstaltung, wegenTerrorgefahr! Nach einem spontanen Witz:         „Wenn das wegen mir ist, rasiere ich mir halt den Bart ab!“ kam die Ernüchterung!

Sind wir also soweit, der Terror bestimmt ob eine Radsport-Großveranstaltung stattfinden darf oder nicht!?

Sie waren am 1. Mai mit dabei als die Hobbyradsportler in und um Frankfurt herum gegen den Terror demonstrierten. Monique & Heiko Löb sowie Rainer Sommer von den Expresso-Cycleholics.de wurden von Markus und Daniela Stera entdeckt. Ebenso wie die restlichen Teammitglieder lassen sie sich den Spaß am schönsten Hobby der Welt nicht verderben. Text u. Foto Challenge-Magazin.com

Einige noch nicht angereiste Team-Mitglieder blieben somit zu Hause, einige bereits angereiste traten frustriert gleich wieder die Heimreise an! Der „Rest“ hatte mitbekommen dass am Veranstaltungstag eine Art Protestveranstaltung nach dem Motto „Radeln gegen den Terror“ geplant ist und hielt mit der Ansage „Wenn da was zusammen geht, sind wir auf jeden Fall dabei!“ die Stellung!

Und es ging etwas zusammen und wir waren dabei!

Bei bestem Radfahrer-Wetter wurde von schätzungsweise ca. 1000 Radsportlern eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle 70km Runde, begleitet von vielen jubelnden Radsportfans am Streckenrand und rücksichtsvollen Autofahrern auf der Strecke, einem Zwischenstopp mit Freibier und auch alkoholfreien Freigetränken, absolviert!

Wir Radsportler haben mit dieser Aktion eindrucksvoll gezeigt, dass wir uns durchTerroraktionen nicht den Spaß an unserem Sport und auch nicht unsere Lebensgestaltung beeinflussen lassen!

Ein Bericht von Heiko Löb

Tour d' Energie in Göttingen (Sonntag, 26. April 2015)

Hier war Martin Troidl, unser Mann mit Ambitionen in der Gesamtwertung des GermanCyclingCup, für unser Team als Einzelstarter auf der 45km Strecke unterwegs.

Martin konnte sich im Vergleich zum Vorjahr gleich um 22 Plätze, auf Platz 224, in der Gesamtwertung und um 12 Plätze, auf Platz 54, in seiner Altersklasse verbessern.  

Eine tolle Leistung, erst recht wenn man bedenkt dass Martin in Göttingen von insgesamt 995 Startern immerhin 771 hinter sich gelassen hat!  

Ein Bericht von Heiko Löb

29. Burggener Strassenpreis - Hans Schwarzenbrunner Gedächtnisrennen (Sonntag, 26. April 2015) 

Eigentlich wollten wir am Sonntag, 26. April 2015 beim Cadolzburger Frühjahrspreis, sozusagen beim Heimrennen, vor unserer Haustür, in die Rennsaison starten. 

Diese Veranstaltung wurde aber leider abgesagt! Auf der Suche nach einer adäquaten alternative wurden wir im oberbayrischen Burggen (Landkreis Weilheim-Schongau) fündig. Die weite Anreise hat sich gelohnt! Landschaftlich sehr schön gelegen, empfing uns Burggen mit schönstem Radsport-Wetter!  

Das Streckenprofil mit ca. 70 Hm pro 8 km Runde (5 Runden waren zu absolvieren), wobei ca. 65 davon auf einen etwas längeren Anstieg kurz nach dem Start vielen, war mit seinen 350 Hm auf 40 Km noch härter als in Cadolzburg! Aber hart durfte das Profil ruhig sein, schließlich wollten wir beim 1. Saisonrennen nicht auf Platzierung fahren, sondern Rennhärte bekommen. Dennoch gelang es Monique, in der Damen-Wertung, mit dem 3. Platz auf’s Podium zu fahren und uns das erste größere Erfolgserlebnis zu bescheren! Allerdings war das Rennen auch für Anna und Andreas Spruch sowie Andy Waigand und mich selbst ein Erfolg! Schließlich haben wir alle durchgezogen, das Rennen gut zu Ende gefahren und uns die angestrebte Rennhärte für weitere Aufgaben geholt!  

So hatten wir schon beim 1. Rennen der Saison Grund zum feiern und das haben wir dann auch gleich gemacht!

 Ein Bericht von Heiko Löb